Über mich 

Frauke Buchholz

Ich war schon immer eine Leseratte. Von klein auf zog mich die Welt der Bücher in ihren Bann. Aufgewachsen in einem kleinen Ort in der Nähe des Neandertals bei Düsseldorf, hatte ich schon früh den Wunsch, der Enge des Dorflebens zu entfliehen und die Welt zu sehen. Das ging zuerst nur im Kopf. Jack London, Mark Twain und Herman Melville nahmen mich mit nach Alaska, auf ein Floss im Mississippi und auf die Jagd nach Moby Dick. Mit Thor Heyerdahl segelte ich an Bord der Kon-Tiki von Lima über den Pazifik, mit Heinrich Schliemann entdeckte ich Troja, Fritz Steubens Tecumseh-Bücher und Lieselotte Welskopf-Henrichs Pentalogie Das Blut des Adlers weckten in mir das Interesse an Indianern. Und das alles geschah in der kleinen Kirchen- und Gemeindebibliothek eines 7000 Seelenortes.

Nach dem Abitur konnte ich endlich meine Träume verwirklichen. Zunächst ging es nach Israel, in die USA und immer wieder in mein Traumland Kanada. Mehrmals durchquerte ich Nordamerika von der Ost- bis zur Westküste, per Anhalter, mit dem Greyhound-Bus und der Canadian Pacific Railway. Nach dem Studium der Anglistik und Romanistik in Aachen, Köln und Heidelberg promovierte ich über zeitgenössische Literatur indigener Autoren. Ich besuchte zahlreiche Indianerreservate in Kanada und in den USA, u. a. ein Cree-Reservat in Alberta, das Sioux-Reservat Pine Ridge in South Dakota, die Navajos und Hopis in New Mexico, die Blackfoot in Montana. Die Lebendigkeit der Tradition trotz schwierigster Lebensverhältnisse beeindruckte mich nachhaltig.

Doch auch Asien hat es mir angetan. Vor allem Aufenthalte in der Türkei, China und Indien öffneten völlig neue Horizonte. Und so handeln viele meiner Geschichten von Reisen, inneren und äußeren, und der unstillbaren Sehnsucht nach Freiheit..

 

Über mich und meine Arbeit

Wie kommt man zum Schreiben? Ich denke, der erste Schritt ist die Freude am Lesen. Irgendwann entstand in mir der Wunsch, mich selber an den Wörtern auszuprobieren, mit ihnen zu spielen, mit unterschiedlichen Stilen zu experimentieren, Protagonisten zu erfinden, Orte zu beschreiben, meine Gedanken und Gefühle darzustellen.

Ich begann mit Kurzgeschichten. Bald folgten die ersten Lesungen und Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien. Meine Geschichte „Barfly“ gewann 2020 den 1. Preis der Gruppe 48.

Besonders reizvoll ist für mich das Kreieren von Spannung und psychologischer Tiefe. Dazu eignet sich das Genre des Kriminalromans in besonderer Weise. Doch was macht einen guten Krimi aus? Für mich ist es wichtig, überzeugende Charaktere, die gerne ein bisschen schräg sein dürfen, zu erschaffen, sie glaubhaft agieren zu lassen und einen Plot zu ersinnen, der am Ende für den Leser aufgeht. Ein interessantes Lokalkolorit jenseits von Clichés gibt einem Krimi dabei die richtige Würze.

In meinem Kriminalroman „Frostmond“ laufen verschiedene Fäden meines Lebens zusammen: das Interesse an der indigenen Bevölkerung Nordamerikas, die Begeisterung für die Weiten Kanadas, die Vermischung von französischer und amerikanischer Kultur in der Stadt Montreal.

In meinem Blog finden Sie aktuelle Texte von mir, die Sie kostenfrei lesen und kommentieren können.

Jetzt erhältlich

Lieferbar ab 24. Februar 2021

Frostmond

Kriminalroman

Seit Jahren verschwinden junge Frauen indigener Herkunft spurlos entlang des Transcanada-Highways. Für die Polizei scheinen diese Verbrechen keine Priorität zu haben.

Doch als die 15-jährige Jeanette Maskisin in Montreal tot aufgefunden wird und die Medien darüber groß berichten, werden die Ermittler Garner und LeRoux auf den Fall angesetzt. Ihre erste Anlaufstelle ist ein Cree-Reservat im hohen Norden Quebecs, aus dem Jeanette stammt. Dort stoßen die Polizisten auf Ablehnung, denn aus Sicht der First-Nation-Familien hat sich die Polizei nie für die vermissten Frauen interessiert.

Die Ermittler kommen immer mehr in Bedrängnis, denn es werden weitere Opfer befürchtet und auch der Täter wird zur Zielscheibe – jemand hat blutige Rache geschworen.

Frostmond
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 Frauke Buchholz gelingen überzeugende Charakterbilder.

– Jamal Tuschick, der Freitag